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Beiträge über die Umsetzung des Wandels in der Bildungslandschaft CH

Anna Martina Makiol

veröffentlicht aktuell Blogs zum Thema
natürliches, gehirngerechtes Lernen. 
Eltern werden plötzlich zu Homeschool-Eltern.
Wie geht das "LP21-gerecht"? Wie lernen Kinder jetzt so, dass sie das lernen, was ihnen hilft, ihr Leben in Selbstvertrauen, selbstgesteuert und in Freude zu leben?


Geht es vielleicht auch ohne Stress?

Brief einer Schülerin (16) an ihre Lehrer

 19.4.2020

Eine Bitte

Liebe Lehrerinnen, liebe Lehrer

Am Montag habe ich sehr positive Neuigkeiten bezüglich den Bewertungen vernommen. Da wäre mein Brief eigentlich nicht mehr nötigen. Da ich ihn nun schon geschrieben habe und es mir wirklich ein grosses Anliegen ist, auch für alle Kinder und Jugendliche, welche nach mir noch in die Schule gehen, habe ich ihn Ihnen nun trotzdem geschickt.

Ich schreibe Ihnen bezüglich dem Stress. Ich habe nämlich eine Bitte...für die ganze Klasse… für die ganze Schule...

Seit den Sommerferien, länger bin ich ja noch nicht an der Schule, haben wir in der Klasse einige Lektionen damit verbracht, über das Thema Stress zu sprechen. Es kam immer heraus, dass fast die ganze Klasse under Stress vor den Tests leidet. Ich finde das ein schlimmes Ergebnis. Als wir das erste Mal über dieses Thema sprachen, fand ich es gut, dass wir in der Schule über dieses uns allen bekannte und leider allgegenwärtige Thema sprechen. Doch als wir dann nach den Winterferien schon wieder Lektionen damit verbrachten und auch noch die Schulsozialarbeiterin kam, dachte ich mir, wieso schon wieder? Ich fühlte mich nicht ernst genommen. Wenn wir alle paar Wochen das selbe Thema besprechen müssen, zeigt dies doch, dass etwas Grundsätzliches nicht stimmt, dass es nichts bringt, dass man so nicht weiter kommt. Ich finde das sehr ermüdend. Wir bekamen jedes Mal Blätter oder erarbeiteten sie selbst, mit Theorien wie man am besten Stress vermeiden oder abbauen konnte. Am nächsten Tag bekamen wir trotzdem 3, 4 Tests für die nächste Woche angesagt. Wie kann man da an entspannen denken? 

Nun, schon bald ist Notenschluss. Ich nehme an, dass Sie wegen dem Fernunterricht nicht alle geplanten Tests durchführen konnten und die, sobald die Schule wieder offen ist, nachholen wollen. Das kann ich auch verstehen. Vielleicht müssen Sie sowieso noch einige Noten verteilen, da Sie noch zu wenig haben, so wie vor dem Notenschluss für die Gymnasiumaufnahme. Ich bitte sie nun, miteinander zu sprechen! Ein bisschen zu planen! Ich glaube Sie würden damit sehr vielen einen großen Gefallen tun. Es wäre wirklich sehr nett von Ihnen und ich würde mich sehr freuen, wenn es Ihnen gelingt, dass wir nicht alle Tests auf einmal oder in der letzten Woche haben, dass wir nicht so einen mega Stress beim Lernen haben. Sie könnten auch stolz darauf sein. Bitte sprecht miteinander! Wollen sie uns wirklich so einen Stress antun?

Ich wünsche Ihnen ein gutes Gelingen und bleiben Sie gesund!

Liebe Grüsse 
Aurelia

P.S. Würden Sie an unserer Stelle sein wollen?


Heutiges Weltbild – überholt? Eine zentrale Frage für Pädagogen. 

"Der Ruf des EINEN"
 Buchvorstellung und runder Tisch an der PH Luzern 

Der Autor des Buches heisst Marco Bühler. Er unterrichtet seit 17 Jahren am Berufsbildungszentrum Bau und Gewerbe, Luzern. Das Buch ist eine der Früchten des Genesungsweges aus einer langen Krankheit mit mehreren Klinikaufenthalten. Der innere Weg der Mystik war für ihn dabei sehr ent- scheidend. So ist er seit 14 Jahren Schüler des ZEN-Buddhismus, wanderte über mehr als 5'000 km durch Europa (z.B. ganzer Jakobsweg) und den Himalaya, besuchte Schamanen in Brasilien sowie Klöster in Nepal und Burma, studierte viele Schriften der verschiedenen Weisheitslehren, be- fasste sich mit den Erkenntnissen von Hirnforschung sowie Quantenphysik und vieles mehr. Ergänzend zu seinem Engagement als Berufsfachschullehrer ist er Erwachsenenbildner SVEB mit eigenen Seminartätigkeiten im Bereich Weltbild und Bewusstsein sowie Recovery-Trainer für die Stiftung Pro Mente Sana, welche sich schweizweit für psychisch erschütterte Menschen einsetzt. .....

Gib die angestammte Betrachtungsweise auf!... Wenn uns die Sinne nicht mehr täuschen... 

 Wir sind selbst das Weltbild – und dies ist wörtlich gemeint! Bereits Aristoteles Kopernikus und Galileo Galilei sind Beispiele, wie Physik das Weltbild und so das Ver- halten der Menschen verändert. Heute stehen wir erneut an einem Wendepunkt. Das Erstaunliche dabei ist, dass die Erkenntnisse der Quantenphysik mit den mehr als 2‘500 Jahre alten mystischen Traditionen der Weltreligionen (nicht Volksreligionen) und vieler Schamanen korrelieren. So ist die- ses Erfahren z.B. auch Gegenstand der 1‘600 Jahre alten ZEN-Tradition und der Teachings des Dalai-Lama. Kann es sein, dass viele Lösungsbestrebungen der Weltgemeinschaft an einem veral- teten Weltbild scheitern? Kann es sein, dass ethische Verantwortung damit nicht mehr wie derzeit meistens eine gelegentliche Nettigkeit ist? Wie fühlt sich dieses Erleben als Weltbild-Dasein an? Wie kommen wir dahin? Welchen Nutzen bringt das? Und zentral im Buch: Was bedeutet das für die Bildung und die Begleitung von jungen Menschen?